EFT – Eine Einführung (1)

gary craig

Nachdem ich über das Aufräumen von Schränken und Kinderzimmern geschrieben habe, erzähle ich heute von den Möglichkeiten zum inneren Aufräumen mit Klopfakupressur.

Entstehung der energetischen Psychologie
und die Entwicklung zur Klopfakupressur,
die von Gary Craig unter dem Begriff EFT
(Emotional Freedom Techniques) entwickelt wurde

1. Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Grundlage für die energetische Psychologie ist die traditionelle chinesische Medizin. Akupunktur ist inzwischen weitgehend auch in westlichen Ländern anerkannt und somit auch das Wissen darum, dass in unserem Körper Energiekanäle, die Meridiane, existieren. Um den Energiefluss in diesen Kanälen auszugleichen, werden bei der Akupunktur Nadeln an besonders wirksamen Punkten gesetzt. In der TCM geht man von 12 Hauptmeridianen aus, die jeweils einem Organ zugeordnet werden können. Jedem Organ wird ein bestimmter psychischer Zustand zugeordnet.

2. Der Weg über die Angewandte Kinesiologie (AK)

Der Zusammenhang zwischen Meridianen und Organen war in den siebziger Jahren bereits erforscht. Dr. George Goodheart, ein amerikanischer Chiropraktiker entdeckte den Zusammenhang zwischen einem schwachen Muskel und einem erkrankten Organ. Hierdurch erweiterte er die Erkenntnisse aus der Akupunktur um den in der von ihm entwickelten Angewandten Kinesiologie angewandten Muskeltest. Nun konnte durch einen als schwach getesteten Muskel auf ein erkranktes Organ geschlossen werden. Darüberhinaus konnte nun durch eine Kombination aus dem Muskeltest und der Chiropraktik (eine manualtherapeutische Methode) ein schwacher Muskel und somit ein Organ durch einfache Berührung über Meridiane und Akupunkturpunkte behandelt werden.

3. Meridiane und Gefühle –
Weiterentwicklung durch Dr. John Diamond

Der Psychiater Dr. John Diamond entwickelte die Methode Goodhearts weiter. Denn er stellte fest, dass Muskeln auch dann schwach testeten, wenn der Patient an etwas Unangehmes dachte. Stress schaltet Muskeln offensichtlich ab. Diamond integrierte diese Erkenntnis in seine Praxis und stellte fest, dass er so sehr viel schneller an die problematischen Kernthemen bzw. Stressverursacher seiner Patienten herankam.

4. Roger Callahan und Thought Field Therapy (TFT)

Roger Callahan, ein Schüler Goodhearts entwickelte aus den vorangegangenen Erkenntnissen sein Konzept Thought Field Therapy (Gedanken-Feld-Therapie). Ein sehr effektives aber auch sehr kompliziertes Verfahren, in dem Callahan per Muskeltest genau sondierte, welche Punkte am Körper bei welchem Problem behandelt werden müssen. Auf diesem System bauen alle anderen Methoden der energetischen Psychologie (Energy Psychology) auf – auch EFT.

Eine kleine Anekdote, die zum Durchbruch Callahans führte, gehört an dieser Stelle einfach hierher:

Mary, die schon über ein Jahr bei Dr. Callahan in Behandlung war, litt an einer extremen Form von Wasserphobie. Es war ihr nicht einmal möglich, den Anblick von Wasser zu ertragen. Dr. Callahan hatte einige Tage zuvor einen Kongress über Angewandte Kinesiologie besucht und viel gelernt über Meridiane sowie über Behandlungspunkte auf diesen Energiebahnen.

Da Mary über Übelkeit klagte, wollte er sein neues Wissen sofort auf die Probe stellen und klopfte ihr einige Minuten auf den Anfangspunkt des Magenmeridians (unter dem Auge). Als sie bemerkte, dass ihre Übelkeit verschwunden war, wollte er an der Wasserphobie weiterarbeiten. Doch Mary war erstaunt und rannte aus dem Praxisraum in den Garten, wo sich ein Pool befand. Dr. Callahan fand sie auf den Knien hockend am Beckenrand. Mary bespritzte sich mit Wasser und versicherte, dass ihre Angst vor Wasser komplett verschwunden sei.

5. Radikale Vereinfachung durch Gary Craig –> EFT

Gary Craig war Schüler von Callahan. Er hat dessen Verfahren drastisch vereinfacht. Er ging dazu über, nicht erst zu testen, welche Punkte in welchem Fall zu klopfen wären, sondern er klopfte einfach alle Meridianpunkte. Er ließ die Klienten nicht nur an ihr Problem denken, sondern es aussprechen. So wird während des Klopfens ständig das zu beklopfende Thema im Bewusstsein gehalten. Der Vorteil dieser so vereinfachten Methode ist, dass sie jeder in einer akuten Situation selbst anwenden kann.

Gary Craig hat das Grundprinzip der Methode so formuliert:

Die Ursache aller negativen Emotionen ist eine Störung im Energiesystem des Körpers.

Heben wir diese Störung durch Klopfen auf,
können negative Emotionen aufgelöst werden!

–> In einem der nächsten Artikel werde ich das Klopfverfahren darstellen.

Der Geheilte an der Küchentür

Heilung des Gelähmten

Vor einigen Jahren nahm ich beim Saubermachen ein altes Buch aus dem Schrank. “Zufälligerweise” fiel mir dabei ein Aquarell aus dem Buch entgegen, das ich lange Zeit zuvor dort “vorläufig entsorgt” hatte. Ich hatte es aus Höflichkeit gekauft, denn eigentlich war es überhaupt nicht mein Geschmack. Ein bisschen abstrakt, ein bisschen comicmäßig.

In dieser Zeit, als mir das Bild wieder in die Hände fiel, ging es mir überhaupt nicht gut. Wie sagt man so schön: Suboptimal. Es geht auch moderner: Ich steckte im Burnout! Passend dazu war auf dem Bild die biblische Geschichte von der Heilung des Gelähmten dargestellt …

Ich fand das Bild immer noch scheußlich, konnte mich aber irgendwie auch nicht davon trennen. Ein Nagel in der Wand war mir aber wirklich zu schade. Also habe ich es erst einmal an der Küchentür befestigt, um zu überlegen, was nun mit diesem Bild werden sollte. Die Folge war: Ich musste jeden Tag zig mal daran vorbei. Schließlich hatte ich mich daran gewöhnt und fand es gar nicht mehr so gruselig.

Und während ich so Tag für Tag an dem Vor-Freude-hüpfenden-geheilten-Gelähmten nicht gehüpft aber vorbeigeschlichen bin, habe ich angefangen nach einem Strohhalm für mich zu suchen. Diesen Strohhalm habe ich Gott sei Dank auch gefunden. Ich glaube einfach nicht an Zufälle! Ich bin davon überzeugt, dass dieses Bild meinem Unterbewusstsein auf die Sprünge geholfen hat und mich so eine Lösung hat suchen und finden lassen.

Ich glaube, dass wir rundherum achtsam sein sollten! Alles, womit wir uns umgeben, zeigt Wirkung. Angefangen bei den Bildern an den Wänden (oder Küchentüren) über die Radiosendungen, die wir hören, bis zu den Menschen, mit denen wir uns umgeben.

Foto: Nicht das Aquarell …

Mit einer Pause geht alles besser :-)

Pause machen – andersebene

Nicht bringt uns
auf unserem Weg
besser voran
als eine Pause.

– Elizabeth Barrett Browning –

In dieser Woche hatten wir Urlaub. Es ist wirklich gut, mal abzuschalten und ganz andere Dinge zu machen und zu sehen! Eine Pause zu machen und rauszugehen ist eindeutig erholsamer als eine Pause zu machen und in der Nähe des Arbeitsplatzes zu sein. Wenn sich der Kopf mit etwas ganz anderem beschäftigen darf, ist er anschließend wieder frisch und erholt!

Also, wenn der Kopf voll mit “to do” ist, lieber diese Dinger auf eine Liste schreiben, rausgehen, um anschließend entspannt auf die Liste zu schauen :-)

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