Dieser Artikel ist nix für perfekte Hausfrauen und Hausmänner …
Solltest Du Dich dazu zählen, empfehle ich, erst ab dem achten Absatz weiterzulesen
Vielleicht kennst Du das: Den überquellenden Wäschekorb mit Klamotten, die nach dem Bügeleisen rufen? Du kommst einfach nicht dazu, Dich dieser Rufe zu erbarmen. Aber Du musst jeden Morgen irgendetwas anziehen (nehme ich an …).
Genervt greifst Du zum Bügeleisen und bügelst das Notwendigste. Und wenn Du eine Familie hast, bügelst Du für 2 bis 5 oder auch für 10 Personen das Notwendigste. Das klappt über lange Zeit immer ganz gut. Im Sommer bügelst Du die T-Shirts, Röcke, kurze Hosen usw. Die Pullover und sonstigen Wintertextilien bleiben erst mal außen vor. Prima! Aber dann kommt – auweia – wieder die kalte Jahreszeit. Wo sind nur all die warmen Klamotten? – Genau, unten drunter. Ganz unten im Wäschekorb. Total vergessen und total verknuddelt.
Nun lässt es sich nicht mehr vermeiden, diese Dinge wieder nach oben zu kramen.
Soweit aus dem Nähkästchen
Einen überquellenden Wäschekorb kann man so über lange Zeit stehen lassen. Man kann ihn auch aus dem Blickfeld verbannen. Im Keller, im Hauswirtschaftsraum oder wohin auch immer – Hauptsache nicht sehen. Nur irgendwann muss man alles wieder hervorkramen, weil es nicht mehr zu vermeiden ist.
So ist es auch mit Gefühlen.
Wir sind es gewohnt, unangenehme Gefühle wegzusperren. Sie unter anderen Dingen zu verstecken, heutzutage sehr gerne unter Arbeit oder Ablenkungen im Fernseher oder Internet. Hauptsache, wir spüren nicht unseren Ärger, unsere Wut, unseren Frust, unsere Angst – weil’s einfach weh tut. Es wird uns zur zweiten Natur, und wir merken noch nicht einmal mehr, was wir unterdrücken.
Wenn wir lange genug so vorgehen, bahnen sich all die verdrängten Gefühle doch irgedwann einen Weg nach oben. Oft auf eine Art und Weise, die wir nicht mehr in Verbindung mit dem Verdrängten bringen. Vielleicht ein allgemeiner schlechter psychischer Zustand, vielleicht Abgestumpftheit, mangelnde Begeisterungsfähigkeit, vielleicht Ängste, vielleicht Verspannungen und Schmerzen, Krankheiten – vielleicht Burnout.
Unser Körper, unser Unterbewusstsein ist ein riesiges Speichermedium.
Alles je Erlebte wird hier abgespeichert – mit allen dazugehörigen Gefühlen. Und alles, was als störend empfunden wurde, bleibt im körpereigenen System in Form von Blockaden. Und diese werden immer dann aktiv, wenn wir durch irgendetwas bewusst oder unbewusst angetriggert werden. Z.B. Ein Kollege regt Dich täglich mit einer Eigenschaft auf, die Du überhaupt nicht akzeptieren kannst. Wühlst Du mal im Gefühlswäschekorb nach, kommst Du vielleicht drauf, dass es eine Eigenschaft ist, mit der Dich Dein Vater früher zur Weißglut getrieben hat, weil Kritik Deinerseits an Deinem Vater absolut verboten war.
Fangen wir also an, unsere Wäsche, nein, unsere Gefühle zu sortieren, werden mit den zuoberstliegenden Gefühlen anfangen, um dann nach und nach zu erkennen, dass darunter noch andere verknuddelte Dinge zum Vorschein kommen, von denen wir gar nichts mehr wussten. Es kommen Gefühle ans Tageslicht, von denen wir überhaupt nicht geahnt haben, dass sie einmal da waren und dass es sie noch gibt! Und es wird uns bewusst, was diese Gefühle mit uns gemacht haben und noch machen.
Und es ist wie bei der verknuddelten Winterwäsche: Wenn wir diese alten Gefühle wieder ausgraben und die negativen, unangenehmen Falten rausnehmen, können sich die positiven (wärmenden) Eigenschaften entfalten! Denn es steckt eine Menge Potential in allem, was wir verarbeiten.
Was uns allerdings davon abhalten könnte, in alten längst vergangenen Dingen zu graben, ist Angst. Die größte Angst ist die vor Gefühlen, die uns überrollen und denen wir uns hilflos ausgeliefert fühlen. Hier fehlt uns leider oft das Vertrauen, dass das Durchleiden von schlimmen Gefühlen auch ein Ende haben wird. Genau diese Angst ist es ja, die uns zum Verdrängen von Gefühlen führt. Die Angst, dass das Tal kein Ende haben wird. Aber es ist gut, die eigenen Gefühle zuzulassen und anzunehmen! (–> Erst wenn tatsächlich allein kein Herauskommen abzusehen ist, sollte man sich professionelle Hilfe holen).
Annahme ist der Schlüssel, um Lebenssituationen und Gefühle gut verarbeiten zu können.
Wenn Annahme ganz und gar nicht klappen will,
ist EFT eine tolle Methode, mit der Annahme gelingen kann
– inkl. Wäschesortieren und -bügeln!
In einem der nächsten Beiträge gibt es eine Anleitung dazu.
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