Vor einigen Jahren nahm ich beim Saubermachen ein altes Buch aus dem Schrank. “Zufälligerweise” fiel mir dabei ein Aquarell aus dem Buch entgegen, das ich lange Zeit zuvor dort “vorläufig entsorgt” hatte. Ich hatte es aus Höflichkeit gekauft, denn eigentlich war es überhaupt nicht mein Geschmack. Ein bisschen abstrakt, ein bisschen comicmäßig.
In dieser Zeit, als mir das Bild wieder in die Hände fiel, ging es mir überhaupt nicht gut. Wie sagt man so schön: Suboptimal. Es geht auch moderner: Ich steckte im Burnout! Passend dazu war auf dem Bild die biblische Geschichte von der Heilung des Gelähmten dargestellt …
Ich fand das Bild immer noch scheußlich, konnte mich aber irgendwie auch nicht davon trennen. Ein Nagel in der Wand war mir aber wirklich zu schade. Also habe ich es erst einmal an der Küchentür befestigt, um zu überlegen, was nun mit diesem Bild werden sollte. Die Folge war: Ich musste jeden Tag zig mal daran vorbei. Schließlich hatte ich mich daran gewöhnt und fand es gar nicht mehr so gruselig.
Und während ich so Tag für Tag an dem Vor-Freude-hüpfenden-geheilten-Gelähmten nicht gehüpft aber vorbeigeschlichen bin, habe ich angefangen nach einem Strohhalm für mich zu suchen. Diesen Strohhalm habe ich Gott sei Dank auch gefunden. Ich glaube einfach nicht an Zufälle! Ich bin davon überzeugt, dass dieses Bild meinem Unterbewusstsein auf die Sprünge geholfen hat und mich so eine Lösung hat suchen und finden lassen.
Ich glaube, dass wir rundherum achtsam sein sollten! Alles, womit wir uns umgeben, zeigt Wirkung. Angefangen bei den Bildern an den Wänden (oder Küchentüren) über die Radiosendungen, die wir hören, bis zu den Menschen, mit denen wir uns umgeben.
Foto: Nicht das Aquarell …