Vergessen im Wäschekorb …

Waeschekorb

Dieser Artikel ist nix für perfekte Hausfrauen und Hausmänner …
Solltest Du Dich dazu zählen, empfehle ich, erst ab dem achten Absatz weiterzulesen ;-)

Vielleicht kennst Du das: Den überquellenden Wäschekorb mit Klamotten, die nach dem Bügeleisen rufen? Du kommst einfach nicht dazu, Dich dieser Rufe zu erbarmen. Aber Du musst jeden Morgen irgendetwas anziehen (nehme ich an …).

Genervt greifst Du zum Bügeleisen und bügelst das Notwendigste. Und wenn Du eine Familie hast, bügelst Du für 2 bis 5 oder auch für 10 Personen das Notwendigste. Das klappt über lange Zeit immer ganz gut. Im Sommer bügelst Du die T-Shirts, Röcke, kurze Hosen usw. Die Pullover und sonstigen Wintertextilien bleiben erst mal außen vor. Prima! Aber dann kommt – auweia – wieder die kalte Jahreszeit. Wo sind nur all die warmen Klamotten? – Genau, unten drunter. Ganz unten im Wäschekorb. Total vergessen und total verknuddelt.

Nun lässt es sich nicht mehr vermeiden, diese Dinge wieder nach oben zu kramen.

Soweit aus dem Nähkästchen ;-)

Einen überquellenden Wäschekorb kann man so über lange Zeit stehen lassen. Man kann ihn auch aus dem Blickfeld verbannen. Im Keller, im Hauswirtschaftsraum oder wohin auch immer – Hauptsache nicht sehen. Nur irgendwann muss man alles wieder hervorkramen, weil es nicht mehr zu vermeiden ist.

So ist es auch mit Gefühlen.

Wir sind es gewohnt, unangenehme Gefühle wegzusperren. Sie unter anderen Dingen zu verstecken, heutzutage sehr gerne unter Arbeit oder Ablenkungen im Fernseher oder Internet. Hauptsache, wir spüren nicht unseren Ärger, unsere Wut, unseren Frust, unsere Angst – weil’s einfach weh tut. Es wird uns zur zweiten Natur, und wir merken noch nicht einmal mehr, was wir unterdrücken.

Wenn wir lange genug so vorgehen, bahnen sich all die verdrängten Gefühle doch irgedwann einen Weg nach oben. Oft auf eine Art und Weise, die wir nicht mehr in Verbindung mit dem Verdrängten bringen. Vielleicht ein allgemeiner schlechter psychischer Zustand, vielleicht Abgestumpftheit, mangelnde Begeisterungsfähigkeit, vielleicht Ängste, vielleicht Verspannungen und Schmerzen, Krankheiten – vielleicht Burnout.

Unser Körper, unser Unterbewusstsein ist ein riesiges Speichermedium.

Alles je Erlebte wird hier abgespeichert – mit allen dazugehörigen Gefühlen. Und alles, was als störend empfunden wurde, bleibt im körpereigenen System in Form von Blockaden. Und diese werden immer dann aktiv, wenn wir durch irgendetwas bewusst oder unbewusst angetriggert werden. Z.B. Ein Kollege regt Dich täglich mit einer Eigenschaft auf, die Du überhaupt nicht akzeptieren kannst. Wühlst Du mal im Gefühlswäschekorb nach, kommst Du vielleicht drauf, dass es eine Eigenschaft ist, mit der Dich Dein Vater früher zur Weißglut getrieben hat, weil Kritik Deinerseits an Deinem Vater absolut verboten war.

Fangen wir also an, unsere Wäsche, nein, unsere Gefühle zu sortieren, werden mit den zuoberstliegenden Gefühlen anfangen, um dann nach und nach zu erkennen, dass darunter noch andere verknuddelte Dinge zum Vorschein kommen, von denen wir gar nichts mehr wussten. Es kommen Gefühle ans Tageslicht, von denen wir überhaupt nicht geahnt haben, dass sie einmal da waren und dass es sie noch gibt! Und es wird uns bewusst, was diese Gefühle mit uns gemacht haben und noch machen.

Und es ist wie bei der verknuddelten Winterwäsche: Wenn wir diese alten Gefühle wieder ausgraben und die negativen, unangenehmen Falten rausnehmen, können sich die positiven (wärmenden) Eigenschaften entfalten! Denn es steckt eine Menge Potential in allem, was wir verarbeiten.

Was uns allerdings davon abhalten könnte, in alten längst vergangenen Dingen zu graben, ist Angst. Die größte Angst ist die vor Gefühlen, die uns überrollen und denen wir uns hilflos ausgeliefert fühlen. Hier fehlt uns leider oft das Vertrauen, dass das Durchleiden von schlimmen Gefühlen auch ein Ende haben wird. Genau diese Angst ist es ja, die uns zum Verdrängen von Gefühlen führt. Die Angst, dass das Tal kein Ende haben wird. Aber es ist gut, die eigenen Gefühle zuzulassen und anzunehmen! (–> Erst wenn tatsächlich allein kein Herauskommen abzusehen ist, sollte man sich professionelle Hilfe holen).

Annahme ist der Schlüssel, um Lebenssituationen und Gefühle gut verarbeiten zu können.

Wenn Annahme ganz und gar nicht klappen will,
ist EFT eine tolle Methode, mit der Annahme gelingen kann
– inkl. Wäschesortieren und -bügeln!
In einem der nächsten Beiträge gibt es eine Anleitung dazu.

Foto: ©Harald07 – Fotolia.com

Der verstopfte Schrank

Der verstopfte Schrank

Am Karfreitag haben wir es geschafft – wir haben Platz gemacht!

Morgens früh haben wir losgelegt und in den Kinderzimmern gewirbelt – jawoll, auch jede Menge Staub aufgewirbelt *hust*. Für solche Aktionen habe ich immer eine Extra-Rolle 60-Liter-Müllsäcke. Und davon machen wir bei jeder Aufräumaktion einige voll. Müll, Altkleider oder ausgediente Spiele. Diesmal haben wir auch Bücher aussortiert. Unglaublich, was alles in ein Kinderzimmer reinpasst.

Das ist mir nicht immer so leicht von der Hand gegangen. Bis vor ein paar Jahren war bei jedem Teil der Gedanke im Weg: “Wer weiß, wofür das noch mal gut ist”. Ich war ein ausgesprochener Jäger und Sammler. Und so musste ich jedesmal gut überlegen, wo ich was hinsortiere, denn ich wollte es ja auch wiederfinden, wenn ich es eines Tages wieder brauchen könnte. Fakt ist, ich hab’s dann nie gefunden oder nicht mehr gewusst, dass ich sowas überhaupt besitze. Letztlich waren so alle Schränke, Regale und sonstige Staumöglichkeiten einfach verstopft.

Und deshalb bin ich richtig froh, dass mir irgendwann das Buch Feng Shui, Du bist, wie Du wohnst von Nadja Nollau in die Hände fiel.

Ein sehr übersichtliches Buch, das hervorragend auch für Menschen geeignet ist, die gar nicht gerne lesen, weil es kurz, bündig und knackig geschrieben und optisch sehr klar und schön gegliedert ist. Ein Test, welcher Ordnungstyp man ist und Checklisten machen das Buch zu einem echt praktischen Helfer. Vor allem schärft es die Sinne dafür, welche Dinge wirklich wichtig sind und welche nicht.

“Haus oder Wohnung – Spiegelbild der Seele” oder “Die äußere Ordnung ist ein Spiegelbild der inneren Ordnung”, so steht’s am Anfang des Buches. Auweia, dachte ich, das ist jetzt nicht wirklich schmeichelhaft 8-O .

Nadja Nollau erklärt, dass eine Hauptursache des Sammelns schlicht der “Besitzeffekt” (“Endowment-Effekt”) sei. Nachdem wir etwas in Besitz genommen hätten, scheine es unmittelbar wertvoller zu sein, weil wir eine Beziehung zum Gegenstand aufbauen. Nur handele es sich oft nicht um sinnvollen Besitz, sondern um kraftraubenden Ballast. Ballast raube Energie. Und so verstopfe unnötiger Besitz unsere Lebensenergie.

“Ständige Rückschau bedeutet Stillstand. Um unbelastet weiterzugehen, hilft Ausmisten – ganz wörtlich genommen. Denn wer ausräumt, schafft Platz für Neues.”

Diese Erklärung, die Checklisten im Buch und die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die ihren kompletten Besitz auf ihrem Rücken tragen können (müssen), haben mir echt auf die Sprünge geholfen. Inzwischen macht mir Ausmisten Spaß, und ich fühle mich nach jeder Ausmistaktion sprichwörtlich erleichtert. Endlich wieder ein paar Dinge weniger, die die Schränke verstopfen und über die ich mir Gedanken machen muss.

Empfehlen möchte ich an dieser Stelle auch den wirklich tollen Blog von Birgit Geistbeck mit vielen Tipps zum entspannten Wohnen.

Wie schaut’s denn bei Euch aus? Wie viele Schubladen, Fächer, Kisten oder Schränke habt Ihr, die ziemlich voll sind oder die Ihr sogar schon länger als zwei Jahre gar nicht mehr geöffnet habt? Seid Ihr sicher, dass Ihr den Inhalt tatsächlich noch benötigt?

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