Der Wettlauf der Frösche

Nur Mut

Es war einmal eine Gruppe von Fröschen, die einen Wettlauf machen wollten. Ihr Ziel war es, die Spitze eines hohen Turmes zu erreichen.

Viele Zuschauer hatten sich bereits versammelt, um diesen Wettlauf zu sehen und sie anzufeuern. Und so konnte das Rennen beginnen.

Aber ehrlich gesagt befand sich unter den Zuschauern niemand, der so recht daran glauben mochte, dass es den Fröschen möglich sei, diesen hohen Gipfel zu erreichen. Alles, was man hören konnte, waren Aussprüche wie: “Ach, wie anstrengend!”, “Die werden sicher nie ankommen!” oder “Das können sie gar nicht schaffen, der Turm ist viel zu hoch!”

Und tatsächlich: Die ersten Frösche begannen bereits früh zu resignieren. Außer einem, der kraftvoll weiter kletterte … Doch die Leute riefen weiter: “Das ist viel zu anstrengend! Das kann niemand schaffen!” Immer mehr Frösche verließ die Kraft, und sie gaben auf. Aber der eine Frosch kletterte immer noch weiter. Er wollte einfach nicht aufgeben. Am Ende hatten alle aufgehört, weiterzuklettern, außer diesem einen Frosch, der mit enormem Kraftaufwand als Einziger den Gipfel des Turmes erreichte.

Jetzt wollten die anderen Mitstreiter natürlich wissen, wie er das denn schaffen konnte. Einer von ihnen ging auf ihn zu, um ihn zu fragen, wie er es geschafft hatte, diese enorme Leistung zu vollbringen und bis ans Ziel zu kommen.

Und es stellte sich heraus: Der Gewinner war taub!

Und die Moral von der Geschichte: Höre niemals auf Leute, die die schlechte Angewohnheit haben, immer negativ und pessimistisch zu sein, denn sie stehlen Dir Deine schönsten Wünsche und Hoffnungen, die Du in Deinem Herzen trägst!

Und denke immer an die Macht der Worte, denn alles was Du hörst und liest, beeinflusst Dich in Deinem Tun. Daher: Sei immer optimistisch!

Und vor allem: Sei einfach taub, wenn jemand Dir sagt, dass Du Deine Träume nicht realisieren kannst. Du entscheidest, was DU möchtest und welche Deiner Träume es zu verwirklichen gilt!

Verfasser mir unbekannt

PS: Oft genug sitzen diese Zuschauer gar nicht um uns herum, sondern quaken in unserem Kopf. Besonders hier gilt: Einfach mal taub stellen! :-)


Foto: ©123RF

Der Glaube an den Luftballon

Der Glaube an den Luftballon

Der kleine Kerl konnte bestimmt schon laufen. Er traute sich aber nicht. Er hangelte sich an Schränken, Stühlen und Polstermöbeln entlang. Dazwischen machte er ganz schnell zwei Schritte, um sich dann wieder am nächsten Möbel abzustützen. Meeeeensch, dachte ich, jetzt macht er das schon so lange. Langsam wurde ich ja doch ungeduldig. Aber was will man machen? Irgendwann würde er wohl auf seinen Beinchen stehen und alleine laufen.

Nun saß er gerade bei seiner Spielzeugkiste und kramte in allerlei angesammeltem Krimskram herum. Aber irgendwie hatte er keine richtige Lust darauf und warf alles nacheinander wieder in die Kiste. Und dann sah er den Luftballon, den wir morgens aufgepustet hatten. Er nahm ihn und untersuchte ihn genau. Es machte ihm Spaß, Quitschgeräusche damit zu machen, bei denen ich jedesmal Zahnschmerzen kriege.

Schließlich stand er auf und überlegte, was er mit dem Ballon wohl alles machen könnte. Und dann hatte er offensichtlich eine richtig geniale Idee. Felsenfest überzeugt, dass das Ding fliegen kann, hielt er sich daran fest und lief los. Ich traute meinen Augen nicht und musste im selben Moment schallend lachen. Unser Sohn glaubte an einen Luftballon! Er glaubte, dass er sich am Ballon festhalten könne. Dass ihm dieser Halt geben könne! :-)

So lief er dann eine ganze Weile stolz herum und fand es ganz klasse, dass er endlich ziemlich frei durch’s Haus flitzen konnte. Er benötigte noch eine Weile, bis er merkte, dass es auch ohne seinen luftigen Freund geht.

Schön wär’s, wenn Glaube und Vertrauen immer so leicht wären wie ein Luftballon und wir einfach loslaufen würden! Da machen uns Kinder echt was vor. Was soll ich lange erklären? Kinder haben Phantasie, für sie ist noch alles möglich. Und dann laufen sie!

Wann sind uns diese Phantasie und dieser Glaube abhanden gekommen? Als wir viele Dinge gelernt haben und der Verstand immer “besser” wurde? Nix ist so hinderlich wie der Verstand, oder? “Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder …” Also: Ab und zu Verstand aus und wieder Luftballons aufpusten :-)

Um dann wie unser Sohn festzustellen, dass es auch ohne Luftballons geht!

© oksun70 – Fotolia.com